Rathausplatz Event

am 26. und 27. Juli auf dem Gerlinger Rathausplatz

Der TCG richtet den Tennisevent des Jahres aus - der Nachbericht

Kurz vor den Sommerferien – am letzten Juli-Wochenende – hat sich der Rathausplatz in Gerlingen in etwas noch nie  Dagewesenes verwandelt. Aber nun von vorn: Der TC Gerlingen hat in diesem Jahr viel zu feiern. Grund dafür ist sein 50-jähriges Bestehen. Dieser Anlass wurde nicht nur intern mit einer imposanten Gala gefeiert, sondern mit der ganzen Stadt, allen Freunden des Clubs und allen Tennisbegeisterten auf dem Gerlinger Rathausplatz, der kurzerhand mit Hilfe von vielen Mitgliedern, einem speziellen Belag und Netzen in einen Center Court in grün verwandet wurde.

Die Zuschauer erwartete ein unterhaltsames und spannendes Programm: Die Tennisschule Renz + Reichle absolvierte mit den verschiedenen Jugendmannschaften Showmatches und viele abwechslungsreiche Trainingseinheiten und zeigte, dass ein Training nicht nur aus Bälle schlagen besteht, sondern Technik, Beinarbeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Taktik unabdingbar mit dazu gehört.

Für eine sehr imponierende Profivorstellung sorgten Bastian Gründler, Michael Kocher und Axel Wörner, die in zwei Matches sehr eindrucksvoll zeigten, wie ein Tennisplatz in seiner vollen Länge und Breite optimal ausgenutzt werden kann. Mit einer Geschwindigkeit von 193 km/h stellte Bastian Gründler den Rekord an der Aufschlagsmessanlage auf, die viele – auch nicht Tennisspieler –zum Ausprobieren anlockte.

Als größten Besuchermagneten stellen sich das Senioren-Mixed-Doppel und das Prominenten-Doppel heraus. Die TCGler Siglinde Sprunk und Gerhard Gall gegen Charlotte Höhn und Gerd Nitsche zeigten das Tennis ein wunderbarer Sport ist, der sehr lange fit hält und sehr viel Spaß mit sich bringt. Hierbei konnte jeder sehen, dass es beim Tennis nicht nur auf Schnelligkeit ankommt, sondern dass mit der richtigen Technik, Raffinesse und Begeisterung für den Sport, jeder und ohne Altersbegrenzung spielen kann.

Das Prominenten-Doppel begann mit dem Einflug via Fallschirm des ehemaligen Spitzenturners von Eberhard Gienger, der mitten auf dem Center Court landete und von seinem Doppelpartner, dem Vizepräsidenten des EU-Parlaments Rainer Wieland empfangen wurde. Diese beiden lieferten sich einen heißen Kampf gegen den Clubchef des TCGs Thorsten Sander und früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, bei dem nicht nur das Doppel sondern auch die vielen Zuschauer eine Riesengaudi hatten.

Tennisfremde Höhepunkte waren mit Sicherheit die Tanzeinlagen der bunten Tänzerinnen und Tänzer der Tanzschule Angela Haug und die Fußball-Tennis-Matches gegen die Spieler des JFCs aus Gerlingen, die alle trotz des regnerischen Wetters vollen Einsatz gezeigt und um jeden Ball gekämpft haben.

Ein musikalisches Highlight war am Samstagabend die Band Fresh&Cool, die den Rathausplatz gerockt und dafür sorgte, dass die Spitzenstimmung noch einmal mehr übertroffen und bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Ihren eigenen kleinen Center Court hatten die Jüngsten. Sie spielten quasi von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und noch länger Mäxle, egal ob es regnete oder heiß war, egal ob jemand besonders gut spielte oder gerade das erste Mal einen Tennisschläger in der Hand hatte, egal ob sie sich schon ganz lange kannten oder gerade erst kennen gelernt hatten. Es hatten einfach alle einen Riesenspaß.

Was am Samstagvormittag mit sorgenvollen Mienen ob des schlechten Wetters begonnen hat, hat sich zu einem einzigartigen und unvergleichbaren Tennisevent für alle Mitglieder und Tennisbegeisterten entwickelt, welches ohne die vielen helfenden Hände und Freiwilligen beim Platzauf- und abbau, der Organisation, beim Platz von Hand trocken reiben und nicht zuletzt ohne die vielen Sponsoren nicht realisierbar gewesen wäre.

DK

Impressionen

Promi-Doppel auf dem Rathausplatz

Keine Kosten und Mühen gescheut hat der Tennisclub Gerlingen in den vergangenen Wochen, um mit etlichen Veranstaltungen sein 50-jähriges Bestehen zu feiern. Für das Event des vergangenen Wochenendes, das zwei Tage Tennis in unterschiedlichsten Vorführungen inmitten der Stadt versprach und auch zeigte, war das Krummbachtal gewissermaßen gen Stadtmitte transplantiert worden: Der Rathausplatz wurde dank vieler Arbeitsstunden vieler Mitglieder, einem speziellen Belag und Netzen zum Tenniscourt umfunktioniert.
Nur ein Highlight unter vielen war am Samstagnachmittag das Prominenten-Doppel. Dabei traten der per Fallschirm eingeschwebte frühere Spitzenturner und CDU-Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger im Verbund mit dem Vize-Parlamentspräsidenten des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, gegen den Clubchef des TCG, Thorsten Sander, und den früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger an.
Schon beim Warmspielen zeigte die Promi-Viererriege dem geneigten Publikum, dass es gleich mehr zu sehen bekommen würde als nur artiges Tennis-Pingpong. Beim Match selbst gingen dann nicht nur die vom SWR-Moderator Martin Thiel angefeuerten Laola-Wellen durchs Publikum, sondern auch zahllose „Aahs“ und „Oohs“, die mal die anerkennende Bewunderung der Zuschauer ausdrückten, mal schmerzliches Mitempfinden angesichts eines ins Aus respektive Netz gedroschenen Balls.
Während sich die Tennisrecken mehr als respektabel schlugen, durfte sich das Publikum ganz nebenbei über die eine oder andere Spitze aus dem Moderatorenmund amüsieren. „Wie lange Günther Oettinger schon Tennis spielt, kann man ja ganz gut an seinen Shorts erkennen“, stellte Thiel nach dem 4 : 1 für Wieland und Gienger fest: Auf dem kurzen Beinkleid des längst der Jungen Union entwachsenen EU-Kommissars für Energie prangte ein jugendliches „JU“. „Aber sie passt noch“, konterte Oettinger zufrieden den milden Spott des Moderators. Hatte der doch zuvor angesichts eines von Gienger ultrakurz platzierten Aufschlags an Sander schon gemutmaßt: „Spannt die Hose von Sander? Nein, das liegt nur am Ball in der Tasche.“
Und in der Tat: Alle vier Tennisrecken zeigten sich in jeder Hinsicht in großartiger Form. Von Konzentrations- oder sichtbaren Konditionsschwächen war weit und breit nichts zu entdecken. Stattdessen formidable Passierschläge – „wie einst Ivan Lendl“ -, lockere Lobs und scharfe Schmetterbälle sowie das eine oder andere Aufschlags-Ass. Ein klein wenig anders als es im Tennissport etwa bei den großen Matches in Paris und Wimbledon üblich ist, war an diesem Tag Vieles. So agierte auch Schiedsrichter Steffen Ihrig, der sich schon von Berufs wegen bestens mit dem Recht auskennt – wie im Übrigen ja auch drei der vier Promi-Cracks – bei seinen Urteilen vom hohen Podest herab vollkommen zwanglos. Nachdem etwa Oettinger nach einem vermasselten Aufschlag von seinem Gegner Gienger spitz befragt wurde: „Kannsch du noch?“, ordnete der Unparteiische an, dass dieser „unqualifizierte Kommentar“ durch eine Wiederholung geahndet werden müsse.
Auch der Kontakt zum Publikum war in Gerlingen enger als bei den French Open: „War der aus?“ lautete einmal die Frage des Ex-Ministerpräsidenten an eine Zuschauerin. Weil auch die ihre Augen nicht überall haben konnte, wurde der Ball Aus gegeben. Möglicherweise aber auch nicht. So ganz genau hat das bei diesem Spiel dann nämlich niemand vermerkt. Wenngleich Günther Oettinger beim Stand 5 : 4 für seine Gegner einen Ball geradezu sensationell in eine lange Ecke bugsierte, was Gienger zu einem gehauchten „Das hätte ich dir gar nicht zugetraut“ verleitete, und wenngleich Thorsten Sander vor allem in der zweiten Hälfte des Spiels mit geradezu archaischer Wucht zu Werke ging, bleibt am Ende festzustellen: Mit 7 : 5 hat die Koalition aus Eberhard Gienger und Rainer Wieland das Match für sich entschieden. Gespielt haben aber alle vier Tennis-Haudegen mit „viel Raffinesse und Feingefühl“, wie Moderator Thiel einmal überrascht feststellte. Und mit viel Humor und sichtbarem Spaß am Spiel sowieso. bär

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